Hund Stress

Stress beim Hund

Anzeichen erkennen & dem gestressten Hund helfen

Inhaltsverzeichnis

    Erste Hilfe bei Stress

    • Ursachenforschung betreiben: Was stresst meinen Hund?
    • Wenn möglich, Stressfaktor(en) meiden
    • Die stressauslösenden Situationen trainieren, um Stress zu minimieren
    • Entspannung trainieren
    • Sowohl psychischen wie auch physischen Stress behandeln mit anschließender Ausleitung
    • Kräuter, homöopathische Mittel, Bachblüten, Pheromone und Naturheilmittel oder schulmedizinische Medikamente als Unterstützung im Akutfall

    Symptome für Stress beim Hund


    Unsere Hunde sind in der heutigen Zeit wesentlich öfter gestresst, als von vielen Haltern angenommen wird. Stress ist bei Hunden an folgenden Anzeichen zu erkennen:

    • vermehrtes Hecheln
    • erhöhte Herzfrequenz
    • erhöhte Atemfrequenz
    • Selbstverstümmelung, z.B. in Form von Lecken an Körperteilen
    • häufiges Gähnen
    • Depressionen
    • Antriebslosigkeit
    • langgezogene Mundwinkel
    • Zittern
    • schuppiges Fell

    So entsteht Stress beim Hund

    Stress zeigt sich in verschiedenen Phasen. Gerät ein Hund in eine Situation, die er selbst nicht bewältigen kann, folgt in der Regel eine Stressreaktion. Diese ist sehr individuell und wird beeinflusst durch Erfahrungen, Charaktertyp, äußere Einflüsse und Intensität der Stresssituation.

    Anfänglich ist das Tier in der Akutphase und versucht dem Stressauslöser zu entkommen. Das kann man sich merken anhand der "3 Fs": Fight (Kampf), Flight (Flucht) und Freeze (Starre). Eine dieser unterschiedlich stark ausgeprägten Verhaltensweisen wird Ihr Hund zeigen.

    „Kämpfen, fliehen oder erstarren? Das sind die typischen Stressreaktionen von Hunden.“

    Der Körper des Hundes reagiert mit der Ausschüttung von Stresshormonen, die bereits wenige Sekunden nach dem Auftreten des Stresses messbar sind. Je nach individuellem Fall brauchen diese Hormone bis zu mehreren Tagen, um wieder abgebaut zu werden. Es besteht die Gefahr, dass kein normales Hormonlevel mehr erreicht wird, wenn viele stressige Situationen hintereinander auftreten.

    Man unterscheidet Hunde in A-Typen und B-Typen.

    Typ A sind Hunde, die versuchen, aktiv das Problem zu lösen. Die körperliche Reaktion besteht meist aus beschleunigtem Herzschlag, erhöhter Atemfrequenz und einer selbst getroffenen Entscheidung. Meist sind diese Fight (Kampf) oder Flight (Flucht). Die freigesetzten Stresshormone sind Adrenalin und Noradrenalin.

    Der B-Typ handelt meist passiv und entscheidet sich für Flight (Flucht) oder Freeze (Starre). Bei ihm arbeitet die Nebennierenrinde verstärkt und produziert dabei Cortisol. Dieser Typ wird oft angst-aggressiv, panisch oder gar depressiv und lässt alles über sich ergehen.

    Die verschiedenen Stresshormone können, wenn sie zu oft und zu stark auftreten, den Hund krank machen. Deshalb ist es für den Hundehalter extrem wichtig, Anzeichen von Stress zu erkennen und sofort gegenzusteuern.

    Ursachen von Stress beim Hund 

    • Angst
    • zu harter und ungerechter Umgang im Training
    • Trauer/Verlust
    • Hunger
    • Ressourcenverteidigung
    • hormonelle Störungen
    • Medikamente
    • Narkosen
    • extreme Umwelteinflüsse
    • Krankheit
    • Unsicherheit von Menschen

    Diagnose von Stress beim Hund 

    Die meisten der stressbedingten Symptome beim Hund sind recht einfach zu erkennen. Dies gelingt meist schon dem Hundehalter. Ein guter Verhaltenstherapeut, Trainer, Tierpsychologe, Tierheilpraktiker oder Tierarzt kann mit geübtem Auge auch schnell erkennen, ob sich hinter nicht so offensichtlichen Symptomen wie Selbstverstümmelung, Lecken der Pfoten oder langem Schlafen Stress verbirgt.

    Komplikationen oder Spätfolgen von Stress

    Hund Stress Lärm


    Werden Symptome von Stress bei Hunden nicht erkannt oder gar ignoriert, können zum Teil schwerwiegende gesundheitliche Probleme auftreten. Die dauerhafte Freisetzung von zu vielen Stresshormonen schwächt das Immunsystem und kann zu einer Übersäuerung führen. Diese wiederum ist der Auslöser oder Verstärker für viele Krankheiten und Störungen wie Allergien, Schmerzen im Bewegungsapparat, Hautprobleme, Lecken diverser Körperteile und vieles mehr.

    Nicht zu unterschätzen sind auch Verhaltensauffälligkeiten als Begleit- oder Spätfolgen von Stress beim Hund. Gereiztheit, Unsicherheit und Angst können ebenfalls durch Stress entstehen und verstärkt werden.

    So können Tierheilpraktiker, Trainer oder Tierarzt helfen

    Falls Stress-Symptome beim Hund länger anhalten, sollte immer ein Hundetrainer oder Verhaltenstherapeut hinzugezogen werden. Sind die Symptome schon so stark ausgeprägt, dass sie gesundheitliche Probleme mit sich bringen, sollte zusätzlich auch ein Tierpsychologie, Tierheilpraktiker oder Tierarzt eingeschaltet werden.

    Hundehalter sollten Stress bei ihrem Tier immer entgegen wirken, um daraus resultierende Krankheiten zu verhindern oder zu behandeln. 

    Von Vorteil ist es, wenn man direkt beim Einzug eines neuen Familienmitgliedes einen Experten zu Rate zieht, der das Verhalten des Hundes analysiert und Tipps zum optimalen Umgang gibt, damit Stress möglichst gar nicht erst entsteht.

    Stress beim Hund behandeln

    Zeigen sich Symptome von Stress bei Ihrem Hund, sollte immer zuerst nach der Ursache gesucht werden. Ist diese gefunden, sollten Sie als Halter prüfen, ob der Stressauslöser abgestellt oder zumindest gemindert werden kann und in welchem Maße ein Training sinnvoll ist, um den Hund stressresistenter zu machen. In der Praxis hat sich eine Mischung aus Training, konditionierter Entspannung, Tierkinesiologie, Tierkommunikation und Naturpräparaten als sehr erfolgreich erwiesen.

    • konditionierte Entspannung
    • Verhaltenstraining
    • tierpsychologische Behandlung
    • kinesiologische Testung und psychische Ausbalacierung
    • Tierkommunikation
    • homöopathische Behandlung
    • Bachblütentherapie
    • Vitalpilze oder Kräutertherapie
    • Ausleitung, Entsäuerung
    • Stärkung des Immunsystems

    Stress abbauen: So helfen Sie Ihrem Hund

    Damit ein Übermaß an schädlichem Stress beim Hund gar nicht erst aufkommt, sollte der Besitzer auf eine ausgeglichene Lebensweise seines Vierbeiners achten. Dazu gehören hochwertiges Futter, individuell angepasste Beschäftigung und Bewegung, regelmäßige Entspannung und bei Bedarf Unterstützung mit geeigneten Präparaten, die sowohl beruhigend auf die Psyche als auch stärkend auf den Körper wirken.

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    Die richtige Fütterung ist Hilfe zur Selbsthilfe. Im Zusammenspiel mit einem ganzheitlichen, individuell auf den Hund abgestimmten Konzept zur Stressreduzierung kann die GladiatorPLUS Milieufütterung eine wertvolle Unterstützung sein. Durch ihre ernährungsphysiologischen Eigenschaften festigen die Inhaltsstoffe die normalen Körperfunktionen und können dadurch zur inneren Ausgeglichenheit beitragen. Denn körperliche und psychische Stärke hängen eng zusammen. Ein besonders beliebter Naturstoff zur Unterstützung in herausfordernden Situationen ist Ginseng. Er gilt als adaptogene Pflanze, das heißt, er kann die körperliche Widerstandsfähigkeit gegen Stress stärken und zur Regeneration des Hundes beitragen. 


    Sind der Stress eines Hundes und seine Auslöser erst einmal erkannt, können mit ein wenig Änderung im Alltag und gegebenenfalls fachkundiger Unterstützung von außen recht schnell erste Erfolge erzielt werden. Je nach Symptomen und dem Charakter des Hundes können sich Training und Entspannungsübungen insgesamt über einen Zeitraum von mehreren Monaten erstrecken. Ganz wichtig ist deshalb: Bringen Sie sich selbst und Ihrem Hund Zeit und Geduld entgegen, statt den Stress durch Druck nur unnötig zu verstärken.

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