Hund Nierenprobleme

Nierenprobleme beim Hund

Bei welchen Symptomen Sie sofort handeln sollten

Inhaltsverzeichnis

    Erste Hilfe bei Nierenproblemen

    Nierenkrankheiten beim Hund können lebensbedrohlich sein und gehören nur in die Hände von erfahrenen Therapeuten. Sollte Ihr Hund also folgende Symptome (siehe unten) zeigen, oder finden sich bei einer tierärztlichen Untersuchung Anzeichen für Nierenprobleme bzw. die Werte sind in einem bedenklichen Bereich, sollte umgehend ein Therapieplan mit Ihrem Tierarzt/Tierheilpraktiker abgesprochen werden.

    Bei Notfällen wie Apathie wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Tierklinik.

    Symptome für Nierenprobleme


    Woran erkenne ich, dass mein Hund ein Problem mit den Nieren hat? In der Regel kennen Hundebesitzer das normale Verhalten ihrer Vierbeiner sehr gut. Wenn Ihr Hund sich plötzlich oder auch zunächst schleichend anders verhält, sollten Sie genau hinschauen. Ist der Wassernapf öfter leer als sonst, trinkt Ihr Hund viel mehr als gewöhnlich und muss öfter raus, könnten dies erste Anzeichen für eine Erkrankung der Nieren sein.

    • Vermehrter Durst
    • Gesteigerte Urinproduktion
    • Fressunlust
    • Fellveränderungen
    • weniger oder fehlender Urinabsatz
    • Gewichtsverlust
    • Veränderter/Schlechter Atem, „Uringeruch“
    • Unspezifischer Durchfall und/oder Erbrechen
    • Apathie
    • Schwäche
    • Lustlosigkeit
    • Wiederkehrende Blasenentzündungen
    • gekrümmtes Gangbild

    Prognose von Nierenerkrankungen

    Leider sind die Symptome von Nierenerkrankungen beim Hund oft unspezifisch und nicht immer gleich stark ausgeprägt. So werden sie zum Teil erst spät in Zusammenhang mit einer Fehlfunktion der Nieren gebracht. Wann immer sich Ihr Hund in einem oder mehreren der oben aufgezählten Punkte auffällig zeigt, ist es höchste Zeit, beim Tierarzt/Tierheilpraktiker vorstellig zu werden. Da gerade chronische Verläufe einer Nierenfehlfunktion oft lange unbemerkt bleiben, sollten Sie beim Vorliegen möglicher Symptome nicht zögern, um eine irreversible Schädigung zu vermeiden. Je nach Erkrankung können die Beschwerden nämlich bis hin zu einem Nierenversagen führen.

    Rechtzeitig erkannte Krankheiten der Niere sind hingegen meist gut zu therapieren und ermöglichen dem Hund ein weitgehend normales Leben.

      Die häufigsten Nierenerkrankungen beim Hund

      Hund Nierenprobleme trinken

      Niereninsuffizienz akut

      Sie entsteht plötzlich, oft innerhalb von Stunden oder Tagen. Eventuelle Ursachen können Entzündungen, Verletzungen, Blutverlust, Medikamente usw. sein. Früh entdeckt und behandelt, können sich die Nieren meist wieder vollständig erholen.

      Niereninsuffizienz chronisch

      Sie besteht seit Monaten oder gar Jahren. Auslöser können Diabetes, Bluthochdruck, übergangene Entzündungen oder eine lange Einnahme bestimmter Medikamente sein. Je nach Schweregrad ist die Schädigung irreversibel.

      Nierenversagen

      Das Versagen der Niere kann als Folge respektive Fortschritt der Krankheit gesehen werden. Symptome verstärken sich, nach einiger Zeit setzt die Urinproduktion aus und Wasser lagert sich im Gewebe ein.

      Nierenbeckenentzündung

      Diese Form der Entzündung entsteht meist durch einen bakteriellen Infekt. Die Bakterien wandern dabei über die aufsteigenden Harnwege in die Nieren und verursachen eine Entzündung.

      Morbus Cushing

      Hierbei handelt es sich um eine gesteigerte Produktion von Cortisol. Dieses wird in den Nebennieren produziert. Ursache dafür können (meist gutartige) Tumore in der Hirnanhangsdrüse oder direkt in den Nebennieren sein. Morbus Cushing kann medikamentös entstehen. Unbehandelt kann die Krankheit zu einem frühzeitigen Tod führen.

      Morbus Addison

      In den Nebennieren werden zu wenige Hormone produziert. Auch hier besteht ohne Behandlung Lebensgefahr.

      Fehlfunktionen der Niere durch äußere Einwirkungen

      Hat der Hund eine Verletzung oder stumpfe Einwirkung von außen erhalten, wie bei einem Autounfall, Sturz etc., und setzt danach wenig oder keinen Urin ab, kann ebenfalls eine Fehlfunktion der Nieren ausgelöst worden sein.

      Diagnose von Nierenproblemen beim Hund 

      Ihr Tierarzt / Tierheilpraktiker wird zuerst eine ausgiebige Allgemeinuntersuchung durchführen. Zusätzlich wird er ein Blutbild erstellen und die Harnwerte kontrollieren.

      Je nach Symptomen und Krankheitsbild können bildgebende Diagnostik wie Ultraschall und Röntgen notwendig werden. Nicht selten wird eine Ausscheidungsurografie gemacht, bei der ein Kontrastmittel verabreicht wird, um den kompletten Weg von den Nieren zu den Harnwegen bis zu der Blase untersuchen zu können. Bei Bedarf kann eine Biopsie oder eine operative Nierenuntersuchung stattfinden.

      Mögliche Komplikationen oder Spätfolgen 


      Wenn die Nieren des Hundes ihrer eigentlichen Funktion nur noch zum Teil oder gar nicht mehr nachgehen können, hat das gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit. Bei akutem Nierenversagen besteht sofortiger Behandlungsbedarf, sonst droht Lebensgefahr.  

      Die Nieren erfüllen zahlreiche und wichtige Aufgaben:

      • Filtern und Ausscheiden von für den Körper toxischen Substanzen
      • Produktion von Hormonen
      • Regulation des Säure-Base-Haushaltes
      • hormonelle Auswirkung auf den Blutdruck
      • Elektrolythaushalt
      • Anregung der Bildung von roten Blutkörperchen

      Sollte einer dieser Bereiche funktionsgestört sein, kann das nicht nur direkten Schaden anrichten, sondern die Entstehung weiterer Krankheiten fördern. Eine Nierenschwäche zeigt ihre Symptome oft schon, bevor sie diagnostisch nachweisbar ist. Erste Anzeichen können Müdigkeit und Leistungsabfall sein.

      „Nicht umsonst heißt es: In den Nieren sitzt die Lebensessenz.“

      Behandlung von Nierenproblemen beim Hund 

      Der Hund wird zuerst gründlich untersucht. Hierbei werden Blutwerte und Harnwerte gecheckt. Das äußere Erscheinungsbild und Verhalten sollte ebenfalls mit im Therapieplan bedacht werden.

      Bei Nierenerkrankungen bietet sich ein breites Band an Therapiemöglichkeiten an:

      • Bedarfsgerechte medikamentöse Therapie
      • Ausleitungen je nach Krankheitsbild
      • Homöopathie
      • Spezialfutter
      • Vitalpilze
      • Traditionell chinesische Veterinär Medizin (TCVM)
      • Stärkung des Immunsystems

      Die Heilung des Hundes unterstützen

      Wenn Ihr Hund Nierenprobleme oder gar eine ernsthafte Nierenerkrankung hat, sollten Sie sich als Patientenbesitzer zwingend an den abgesprochenen Therapieplan halten. Medikamente und Zusätze müssen regelmäßig und zuverlässig verabreicht werden. Eine dem Bedarf angepasste, hochwertige Fütterung ist angeraten. Lassen Sie den Nierenbereich nicht auskühlen und schützen Sie Ihren Hund gegebenenfalls mit einem Hundemantel bei nasskalter Witterung. Fordern Sie nicht zu viel Leistung ein, sondern gönnen Ihrem Tier auch ausreichend Ruhe.

      Nierenproblemen beim Hund vorbeugen


      In langjähriger Erfahrung konnte ich feststellen, dass eine gute Prophylaxe beim Hund viele Krankheiten verhindern oder zumindest in der Ausprägung abschwächen kann. So verhält es sich auch mit Beschwerden der Nieren. Sorgen Sie am besten von Anfang an für eine positive Unterstützung der Organe wie z.B. regelmäßige, individuell angepasste Ausleitungen. Füttern Sie qualitativ gut zusammengesetztes Futter. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Hundes und passen Sie die Dauer der Spaziergänge und Auswahl von Sozialkontakten an. All dies wird sich positiv auf die Entwicklung und Gesundheit Ihres Lieblings auswirken.

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