Schimmelpilze beim Pferd
Was hilft bei Schimmelpilzen?


Erfahrungsberichte von Anwendern:
Kolik beim Pferd Alpen-König | 04.03.2009
Leberprobleme beim Pferd Kuldi | 01.01.2008
Mit Schimmelpilzen kontaminiertes Futter führt bei Pferden zu schweren Leber- und Nierenerkrankungen, kann Koliken auslösen und die Fruchtbarkeit schädigen. Die Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze heißen Mykotoxine, sind hochgiftig und stellen ein weltweites Ernährungsproblem dar. Wir Pferdebesitzer sind davon öfter betroffen als wir ahnen.
Das Problem hat Geschichte. Früher wusste jeder Landwirt, das Rinder, die zu den Wiederkäuern gehören, weit besser in der Lage sind, mit der Belastung durch Schimmelpilze fertig zu werden als Pferde oder Schweine. Pferden war deshalb immer das bessere Futter vorbehalten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben das mittlerweile belegt.
Schimmelpilze sind Überlebenskünstler
Die Sporen der Schimmelpilze sind nahezu unsichtbar, sind in der Regel überall in der Luft vorhanden und dienen der ungeschlechtlichen Vermehrung der Schimmelpilze. Sie sind die Form, in der der Pilz sehr lange unter sehr unwirtlichen Bedingungen überstehen kann. Ihr Stoffwechsel ist inaktiv. Sie brauchen weder Wasser, Luft noch Nährstoffe. Das macht sie nahezu unangreifbar. Man weiß, dass Schimmelpilze in dieser Form Tausende von Jahren schadlos überstehen können.
Aktivierung durch Feuchtigkeit
Sobald die Temperatur und die Feuchtigkeit stimmen, wird der Stoffwechsel der Sporen aktiviert. Mit ausreichend Sauerstoff und günstigem pH-Wert entwickelt sich aus den Sporen eine fadige Struktur aus kleinen langen dünnen Pilzfäden, die wir dann als Schimmel erkennen. Diese meist kreisrunde Struktur wird Myzel genannt.
Schutz vor Fressfeinden
Während die Sporen nicht einmal von Luft und Liebe leben, ist der Schimmelpilz eine Fressmaschine. Er ernährt sich von organischen Molekülen wie Kohlenhydraten, Eiweiß und Fetten und schreckt nicht einmal vor Leder zurück. Dabei bildet er Sekundärer Stoffwechselprodukte, sogenannte Mykotoxine. Die scheidet der Pilz aus, um sich selbst vor Fressfeinden, wie zum Beispiel Bakterien zu schützen. Mykotoxine gehören zu den giftigsten Stoffen, die die Natur produziert. Das Problem der Schimmelpilzbelastung besteht also nicht in der Menge der Pilze, sondern in der Produktion von Sekundären Stoffwechselprodukten, den Mykotoxinen.
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Ernährung des Schimmelpilzes
Ganz besonders bevorzugen Schimmelpilze nahrhaftes stärkereiches Getreide. Dabei befallen sie das Getreide bereits während des Wachstums. Regen kurz vor der Ernte, Halmbruch und das sogenannte „Lagern“ des Getreides auf dem feuchten Feld begünstigen die Ausbreitung von Schimmelpilzen. Bei einem Wassergehalt über 15 Prozent während der Trocknung und Lagerung vermehren sich die Schimmelpilze im Getreide.
Ähnliche Problem bestehen auch für Heu. In der Phase der Heuernte führen Regen oder unzureichende Trocknung zur raschen Vermehrung von Schimmelpilzen. Bei einer Restfeucht über 15 Prozent und einer unzureichend trockenen Lagerung bleiben die Schimmelpilze aktiv.
Silage wird dann von Schimmelpilzen befallen, wenn es durch Zerstörung der Umwicklung der Ballen zu Lufteintritt kommt und wenn Ballen zu lange offen gelagert werden. Daher soll Silage, wenn einmal geöffnet, rasch verfüttert werden. Je saurer die Silage, desto geringer ist die Gefahr der Kontamination.
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Quellenangabe zum Bildmaterial: http://www.schimmel-schimmelpilze.de






