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Regeneration nach erfolgreicher Rekonvaleszenz
Dr. Norbert Beer, Tierarzt

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Antibiotika
Dr. Hans-Martin Steingassner, Tierarzt

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Antibiotika-Resistenzen

Die Geschichte

1928 entdeckte Alexander Flemming das Penicillin, wofür er 1945 den Nobelpreis bekam. Flemming warnte schon während der Preisverleihung davor, dass Penicillin seine Wirksamkeit verlieren könnte, wenn es sorglos und überall eingesetzt werde. Er prophezeit Todesfälle durch resistent gewordene Bakterien.

Noch 1938 starben in Deutschland über 10 Prozent aller an Lungenentzündung oder Tuberkulose Erkrankten. In den frühen 1940er Jahren trat Penicillin dann seinen Siegeszug an. Es wirkte wie eine Wunderwaffe gegen Eiter bildende Streptokokken und Staphylokokken.

Das Problem

Doch bereits 1944 tauchen die ersten Berichte über Penicillin resistente Bakterien auf. 1946 meldet ein Londoner Spital, dass 14 Prozent der Staphylokokken auf Penicillin nicht mehr reagieren. 1949 springt die Zahl auf 49 Prozent. 1955 meldet die Schweizer Apothekenzeitung dass 75-80 Prozent der Staphylokokken widerstehen. Erst 1955 wird Penicillin rezeptpflichtig, es zeigt sich: Jede Antibiotika-Neuentwicklung endet mit neuen Resistenzen. Und mehr noch, die immunen Erreger blühen durch Antibiotika erst richtig auf. Denn Antibiotikum tötet alle Nahrungskonkurrenten und räumt Erregern das Feld. Unter optimalen Bedingungen teilen sich Zellen alle 30 Minuten, und es entstehen daraus in 24 Stunden 200 Milliarden Zellen, die sich gegen einen Organismus wenden können.



Ein besonders aggressiver Stamm von MRSA Staphylococcus ist in den sechziger Jahren entdeckt worden. Er ist mittlerweile mit einem Gen ausgestattet, das Abwehrzellen des Immunsystems durchlöchert. Ein Zustand, wie Experten meinen, der durch den exzessiven Einsatz von Breitband Antibiotika selbst verschuldet ist. Viele der verschriebenen Antibiotika sind unnötig und treiben die Resistenzspirale an.

Das Immunsystem

Jeder Mensch und jedes Tier ist von Milliarden Bakterien besiedelt. Der Großteil davon ist harmlos oder sogar nützlich. Man findet auch Bakterien, wie Staphylococcus aureus in der Nase, die unter normalen Umständen Krankheitserreger sind. Ein gesundes Immunsystem hat keine Mühe, sie am Eindringen von der Nasenschleimhaut in das Körperinnere zu hindern.

Bei einem ungezielten Einsatz von Antibiotika werden sowohl die schlechten als auch die guten Bakterien getötet, übrig bleiben die resistenten Bakterien. Sie reichern sich im Körper an und übertragen ihre Resistenzgene an neuankommende Erreger. Die Wunderwaffe Antibiotika scheint zunehmend stumpf zu werden.

 

Quelle/ Redaktionelle Information: Dr. Martin Steingassner, Fachtierarzt für Akupunktur, Neuraltherapie, Homöopathie und TCM, Fachbücherautor
 





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