Koppen beim Pferd
Was hilft bei Koppen?


Erfahrungsberichte: Koppen
Koliken beim Pferd Nadi | 17.11.2009
| Name/Geschlecht: | Koliken beim Pferd Nadi/Wallach |
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|---|---|---|
| Alter: | 30 Jahre | |
| Krankheit: | Kolik | |
| Wie geht es dem Tier jetzt?: | Er hatte in diesem Jahr nur eine Kolik und hat auch etwas an Gewicht zugelegt. |
Verdauungsprobleme beim Pferd Blind Date | 07.11.2008
Koppen beim Pferd ist eine Verhaltensstörung und gehört zu den Gewährsmängeln - wurde die Krankheit verschwiegen, kann ein Käufer den Kaufpreis für das Pferd zurückverlangen. Das Tier saugt dabei auf zwei verschiedene Arten geräuschvoll Luft in die Speiseröhre. Folgen können eine zu stark ausgebildete Halsmuskulatur sowie Zahnschäden sein, zudem werden lebensbedrohliche Koliken in Zusammenhang mit dieser Pferdekrankheit gebracht. In jedem Fall aber wird das Verhalten vom Besitzer des Pferdes als störend empfunden und vor allem deswegen therapiert.
Ursachen
Koppen beim Pferd entsteht vor allem, da das Tier keine ausreichenden Möglichkeiten zur Beschäftigung hat. Fehlender Kontakt zu Artgenossen oder zu wenig Bewegung sorgen dafür, dass sich das Pferd langweilt und seine sozialen Fähigkeiten im Umgang mit anderen Pferden nachlassen. Das Koppen kommt zustande, da es in seiner Situation nach Beschäftigung sucht. Andererseits ist die Pferdekrankheit auch genetisch verankert: In gewissen Zuchtlinien sind Kopper häufiger als in anderen. Fehlendes Rauhfutter gilt ebenfalls als prominente Ursache, denn Pferde können sich damit über lange Zeit hinweg beschäftigen. Zu wenig Rauhfutter hängt aber auch mit dem Magengeschwür beim Pferd zusammen, wodurch Koppen zum direkten Vorboten einer solchen Erkrankung werden kann. Ein Magengeschwür ist jedoch längst nicht immer gegeben, die Krankheit kann sich auch bei ausreichend Rauhfutter manifestieren.
Formen der Krankheit
Kopper werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Man spricht vom Aufsetzkopper oder vom Freikopper. Der Aufsetzkopper setzt die Schneidezähne auf eine Oberfläche auf, beispielsweise die Boxentür oder die Futterkrippe, spannt die Halsmuskulatur an und saugt Luft unter einem rülpsenden Geräusch in die Speiseröhre ein. Freikopper spannen hingegen die Halsmuskeln an und ziehen den Kopf zur Brust, bevor sie ihn ruckartig nach vorn bewegen und auf diese Weise Luft einsaugen. Freikopper bilden lediglich starke Halsmuskeln auf, während der Aufsetzkopper langfristig seine Zähne beschädigen kann.
Therapie
Sobald sich das Koppen beim Pferd manifestiert hat, ist es schwierig, das Tier wieder davon abzubringen. Behandelt wird vor allem symptomatisch, wobei zunächst ein Magengeschwür ausgeschlossen werden sollte. Liegt keine ernsthafte Erkrankung vor, kann mit der Gabe von Serotonin begonnen werden. Allerdings sind solche Medikamente nur eine kurzfristige Lösung, denn wenn sie abgesetzt werden, beginnt das Pferd sofort wieder zu koppen. Langfristig muss daher seine Fütterung und Haltung optimiert werden. Sinnvoll sind auch die vorbeugenden Maßnahmen, die es dem Kopper erschweren, seine Verhaltensstörung auszuleben. In schweren Fällen können auch die Halsmuskeln operativ funktionsunfähig gemacht werden, die dem Pferd das Koppen ermöglichen. Je früher operiert wird, desto größer ist die Erfolgsaussicht, die Operation sollte jedoch die ultima ratio sein.
Nach anfänglicher Skepsis – dauerhaften Erfolg
„GladiatorPLUS ist ein Ergänzungsfuttermittel, das ich nach anfänglicher großer Skepsis, in meiner Pferdepraxis sehr oft und mit überaus großem Erfolg einsetze. Es wirkt meist unglaublich gut bei allen Indikatoren, die mit Immunschwäche und Energiemangel im allerweitesten Sinne einhergehen.”
Dr. Thomas Januszewski, internationaler Tierarzt
Vorbeugende Maßnahmen
Kopper werden zunächst mit einem Kopperriemen behandelt, um dem Koppen ein Ende zu setzen. Es handelt sich dabei um einen Lederriemen, der die Anspannung der Halsmuskeln verhindern soll. Kopperriemen zeigen jedoch nur Erfolge, wenn sie frühzeitig eingesetzt werden - bei spätem Einsatz koppt das Pferd meist weiter. Die Boxentür kann mit einem Gitter ausgestattet werden, wodurch das Koppen ebenfalls verhindert wird. Behoben wird die Pferdekrankheit allein mit dem Riemen jedoch nicht. Vielmehr muss das Pferd ausreichenden Kontakt zu Artgenossen aufbauen können und gelegentlich Freilauf bekommen, damit es die Verhaltensstörung gar nicht erst entwickelt. Ihm muss täglich ausreichend Rauhfutter zur Verfügung stehen, das aus Heu und frischem Obst oder Gemüse besteht, um für die richtige Ernährung zu sorgen. In der richtigen Haltung wird ein Pferd niemals zum Kopper - die Störung manifestiert sich nur dann, wenn die äußeren Rahmenbedingungen die Erkrankung entstehen lassen.

