Hufrehe beim Pferd
Ursachen, Symptome und Behandlung der Pferdekrankheit Hufrehe
Hufrehe bei Pferden ist neben Kolik und Spat eine der am meisten gefürchteten Pferdekrankheiten. Hier in unserer Gesundheitsfibel finden Sie alle Informationen, Tipps und Expertenmeinungen, auch per Videoclip.
Die Hufrehe ist eine Pferdekrankheit, die den Gesamtorganismus des Pferdes betrifft und sich als Entzündung der Huflederhaut darstellt. Sie ist nicht durch Infektionserreger verursacht, sondern hat andere Ursachen und kann für die betroffenen Tiere schlimme Folgen nach sich ziehen. Das Hufbein hängt normalerweise mit einer Verbindungslinie, der Lederhaut, in der Hornkapsel. Im Verlauf der Entzündungsprozesse bei einer Hufrehe kommt es zur teilweisen Ablösung der Huflederhaut von der Hornkapsel und damit zur Absenkung und Lageveränderung des Hufbeines innerhalb des Hufes. In ganz extremer Ausprägung kann es sogar bis zum sogenannten Ausschuhen kommen, also zu einer vollständigen Ablösung der Hornkapsel. Viele Veterinärmediziner empfehlen in einem solchen Fall, das Pferd von seinem Leid zu erlösen, wenngleich auch hier Heilungschancen bestehen.
Die Hufrehe ist in jedem Fall als akuter Notfall anzusehen, der einer umgehenden Behandlung bedarf. Man unterscheidet zwischen einem akuten Hufreheanfall, bei dem innerhalb weniger Stunden starke Symptome auftreten, und einer sich schleichend entwickelnden Hufrehe, bei der sich über lange Zeit anfangs sehr leichte Symptome immer mehr verschlechtern. Eine akute Hufrehe mit Huflederhautentzündung, auch mit rotiertem, teilweise abgelöstem oder abgesenktem Hufbein, hat bei schneller fachgerechter Behandlung durchaus die Chance auszuheilen. Treten immer wieder Hufreheschübe auf und verschlimmern sich gar die Symptome, liegt in der Regel eine chronische Hufrehe vor.
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