Darmgesundheit
Was unterstützt die Darmgesundheit?
„Eine gesunde und ausgewogene Ernährung fördert eine intakte Darmgesundheit und dadurch einen guten Allgemeinzustand des Pferdes. Dies schützt vor dem Auftreten von Infekten und Krankheiten und sorgt im Ernstfall dafür, dass notwendige Therapien richtig anschlagen können. Beim Einsatz des Futterergänzungsmittels GladiatorPLUS kommt sein positiver Einfluss auf das Darm-Milieu zum Tragen. Mariendistel unterstützt die natürlichen Entgiftungsfunktionen, Propolis und Ginseng stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.“ (Fachtierarzt Hans Martin Steingassner)


Erfahrungsberichte: Magen-Darm Probleme
Durchfall beim Pferd Andy | 19.02.2009
| Name/Geschlecht: | Durchfall beim Pferd Andy/Hengst |
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|---|---|---|
| Alter: | 20 Jahre | |
| Krankheit: | Durchfall | |
| Wie geht es dem Tier jetzt?: | Keine Verdauungsprobleme, wenig Husten. Wichtig: Auge klar (schon nach 1. Flasche) |
Kotwasser beim Pferd George | 19.02.2009
Die Gesundheit fängt im Darm an
Fachtierarzt Dr. Hans Martin Steingassner über Darmgesundheit beim Pferd
Der Magen eines Pferdes hat ein Fassungsvermögen von acht bis 18 Litern, sein Blinddarm von 20 bis 60 Litern. Die Nahrung, die ein Pferd zu sich nimmt, braucht 21 bis 24 Stunden, um den gesamten Darmtrakt zu durchlaufen. Bei jedem Säugetier besiedeln zehnmal so viele Bakterienarten den Darm, wie der gesamte Körper Zellen aufweist. 80 Prozent aller Lymphknoten sitzen im Darm und 90 Prozent aller Immunzellen werden dort gebildet – somit befinden sich im Darm 80 Prozent des Abwehrsystems.
Der Darm fühlt und reagiert. Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren des Darms sind exakt gleich mit denen des zentralen Nervensystems, also des Gehirnes. Das „Bauchhirn“ agiert autonom und gibt Nachbarorganen Anweisungen, koordiniert die Infektabwehr und Muskelbewegungen. Laut Statistiken sind etwa 68 Prozent aller Todesfälle bei Tieren direkt oder indirekt auf ernährungsbedingte Krankheiten zurückzuführen. Deshalb ist ein gesunder Darm für den Allgemeinzustand eines Lebewesens von extremer Bedeutung. Nur ein ausgewogenes Bakteriengleichgewicht garantiert Gesundheit. Gesunde Darmbakterien produzieren unter anderem Vitamine des B-Komplexes, Vitamin K für die Blutgerinnung, stellen Hormone bereit oder produzieren Folsäure. Sie führen oxidative und fermentative Prozesse durch. Oxidativer Abbau löst viele Schwermetalle auf, was unter den heutigen Ernährungsbedingungen sehr wichtig ist. Fermentativer Abbau dient der Beseitigung von Abfallprodukten und dem Aufschließen von Zellulose. Wenn durch falsche Ernährung oder Antibiotika zu viele der gesunden Bakterien absterben, kann der Körper Schadstoffe nicht mehr abbauen. Die Folgen erklärt Dr. Steingassner: „Schlacken setzen sich im Bindegewebe ab. Folgen sind Gewichtszunahme und degenerative Gelenkskrankheiten bei Pferden wie beispielsweise Spat oder Spondylose. Nicht abtransportierte Schlacken sind ein ideales Milieu für eine Bakterien-, Viren- und Pilzvermehrung, welche zusätzlich ihre toxischen Stoffwechselprodukte in das bereits geschädigte Bindegewebe abgeben. Der Körper des Tieres vergiftet sich durch die Ablagerungen allmählich selbst. Dies führt zu Dauerstress des Immunsystems, da es kontinuierlich aktiv sein muss. Freie Radikale können nicht mehr beseitigt werden, da das Immunsystem sich auf andere Gefahrenherde konzentriert. Die Folge sind Krankheiten und Infekte.“
Eine durch Verdauungsstörungen verminderte und veränderte Darmflora belastet zusätzlich die Leber. Dr. Steingassner sagt: „Wenn es einem derart belasteten Stoffwechsel nicht mehr gelingt Schadstoffe abzubauen und restliche Abbauhilfen wie Leber, Schweißdrüsen oder Atemorgane in Mitleidenschaft gezogen werden, beginnt die Haut mit dem Abbau, was oftmals zu Überreaktionen führt. Es entstehen Allergien. Deshalb sollte bei vielen Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Sommerekzem, der Darm kontrolliert werden.“
Ein kranker Darm ist irgendwann nicht mehr in der Lage, Nährstoffe und Mineralien aufzunehmen, sogar wenn diese ihm übermäßig zugeführt werden. Es entsteht eine Mangelernährung. Insgesamt ist es also sehr wichtig, auf eine gesunde Ernährung des Tieres zu achten und sich über die Inhaltsstoffe der Nahrung zu informieren. „Falsche Ernährung ist einer der Hauptgründe für später auftretende Krankheiten“, erklärt Dr. Steingassner. Im Umkehrschluss heißt das: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung fördert einen möglichst guten Allgemeinzustand des Tieres. Das schützt vor dem Auftreten von Infekten und Krankheiten und sorgt im Ernstfall dafür, dass notwendige Therapien richtig anschlagen können.


