Durchfall beim Hund
Ursachen von Durchfall beim Hund
Die Kotbeschaffenheit gibt wesentliche Hinweise auf die Gesundheit eines Hundes oder Pferdes. Beim Pferd beispielsweise sollte der Kot gut geballt, feucht, glänzend und von brauner Farbe sein – ohne zu starken unangenehmen Geruch.
Durchfall beim Hund– Diarrhöe – ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das verschiedene Ursachen haben kann. Alle bringen den Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht und verdünnen den Kot. Sind eine einfach Aufregung oder Fütterungsfehler (plötzliche Umstellung, unzureichend getrocknete oder verdorbene Futtermittel, Giftstoffe) auszuschließen, kann Ursache von Durchfall auch eine bakterielle oder virale Infektion sein. Auslösende Erreger sind hier beispielsweise Coronaviren, Adenoviren, Arteritisviren oder Rotaviren. Häufigste Bakterien sind E. Coli, Salmonellen, Chlostridien, Klebsiellen oder Campylobacter. Häufig ist auch der Befall durch Endoparasiten, also Würmer und andere Darmparasiten.
Auswirkungen
Durchfall ist in der Regel ein Versuch, Toxine aus dem Körper herauszubringen. Schwere Fälle kennzeichnet, dass eine Nahrungsaufnahme – bei hohem Fieber und Apathie – fast vollständig eingestellt wird. Die Tiere verlieren in kürzester Zeit an Körpergewicht und trocknen förmlich aus. Lebenswichtige Elektrolyte und Eiweiße gehen verloren. Das Blut wird dickflüssiger, die roten Blutkörperchen versorgen die Organe nicht mehr richtig mit Sauerstoff. Im Extremfall stirbt das Tier. In leichteren Fällen ist das Allgemeinbefinden nur wenig beeinträchtigt, doch auch diese Durchfallerkrankungen müssen ernst genommen werden. Denn, wenn ihre Ursachen nicht abgestellt werden, wachsen sie sich oft zu schweren Formen aus. Bedenkt man, dass sich über 80 Prozent der Immunzellen im Darm befinden, wird schnell klar, dass Durchfälle unmittelbar das Immun- und Abwehrsystem schwächen.
Therapie
Die beste Prophylaxe ist die allgemeine Stärkung des Immunsystems und eine naturgemäße, artgerechte Haltung und Fütterung – bei regelmäßiger Entwurmung. Als erste und wichtigste Therapie-Maßnahme ist bei schwerem Verlauf der Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Hier stehen dem Tierarzt entsprechende Infusionslösungen zur Verfügung. Sinnvoll ist auch ein sofortiger Nahrungsentzug, damit sich der Verdauungstrakt regenerieren kann. Schließlich muss es Priorität sein, die Ursache zu finden und auszuschalten.
Quelle/ Redaktionelle Information: Dr. Martin Steingassner, Fachtierarzt für Akupunktur, Neuraltherapie, Homöopathie und TCM, Fachbücherautor

