Antibiotika und Resistenzen beim Hund
Was tun gegen eine Antibiotika-Resistenz beim Hund?


Erfahrungsberichte von Anwendern:
Immunschwäche beim Hund Luna | 16.03.2009
| Name/Geschlecht: | Immunschwäche beim Hund Luna/Hündin | |
|---|---|---|
| Alter: | 3 Jahre | |
| Krankheit: | Immunschwäche | |
| Wie geht es dem Tier jetzt?: | Keine Erkältung mehr gehabt, sehr agil, dem Hund geht es super!! |
Magen-Darm-Probleme beim Hund Dario | 01.01.2009
Die Geschichte
1928 entdeckte Alexander Fleming das Penicillin, wofür er 1945 den Nobelpreis bekam. Fleming warnte schon während der Preisverleihung davor, dass Penicillin seine Wirksamkeit verlieren könnte, wenn es sorglos und überall eingesetzt werde. Er prophezeite Todesfälle durch resistent gewordene Bakterien.
Noch 1938 starben in Deutschland über 10 Prozent aller an Lungenentzündung oder Tuberkulose Erkrankten. In den frühen 1940er-Jahren trat Penicillin dann seinen Siegeszug an. Es wirkte wie eine Wunderwaffe gegen Eiter bildende Streptokokken und Staphylokokken.
Das Problem
Doch bereits 1944 tauchen die ersten Berichte über Penicillin resistente Bakterien auf. 1946 meldet ein Londoner Spital, dass 14 Prozent der Staphylokokken auf Penicillin nicht mehr reagieren. 1949 springt die Zahl auf 49 Prozent. 1955 meldet die Schweizer Apothekenzeitung, dass 75–80 Prozent der Staphylokokken widerstehen. Erst 1955 wird Penicillin rezeptpflichtig, es zeigt sich: Jede Antibiotika-Neuentwicklung endet mit neuen Resistenzen. Und mehr noch, die immunen Erreger blühen durch Antibiotika erst richtig auf. Denn das Antibiotikum tötet alle Nahrungskonkurrenten und räumt Erregern das Feld. Unter optimalen Bedingungen teilen sich Zellen alle 30 Minuten und es entstehen daraus in 24 Stunden 200 Milliarden Zellen, die sich gegen einen Organismus wenden können.
Ein besonders aggressiver Stamm von MRSA Staphylokokken ist in den sechziger Jahren entdeckt worden. Er ist mittlerweile mit einem Gen ausgestattet, das Abwehrzellen des Immunsystems durchlöchert. Ein Zustand, wie Experten meinen, der durch den exzessiven Einsatz von Breitband-Antibiotika selbst verschuldet ist. Viele der verschriebenen Antibiotika sind unnötig und treiben die Resistenzspirale an.
Das Immunsystem
Jeder Mensch und jedes Tier ist von Milliarden Bakterien besiedelt. Der Großteil davon ist harmlos oder sogar nützlich. Man findet auch Bakterien, wie Staphylococcus aureus in der Nase, die unter normalen Umständen Krankheitserreger sind. Ein gesundes Immunsystem hat keine Mühe, sie am Eindringen von der Nasenschleimhaut in das Körperinnere zu hindern.
Bei einem ungezielten Einsatz von Antibiotika werden sowohl die schlechten als auch die guten Bakterien getötet, übrig bleiben die resistenten Bakterien. Sie reichern sich im Körper an und übertragen ihre Resistenzgene an neuankommende Erreger. Die Wunderwaffe Antibiotika scheint zunehmend stumpf zu werden.
Quelle/Redaktionelle Information: Dr. Martin Steingassner, Fachtierarzt für Akupunktur, Neuraltherapie, Homöopathie und TCM, Fachbuchautor.
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